Neues Tape auf Latenz am 8.6.2026

Tanzen,… Essen,… oder was…..?

Schon zur Zeit der damals sogenannten „Stunde der Elektronischen Musik“ im NDR, die per Zufall mir in die Ohren geriet, war die Frage da: Was wird er damit machen? Tanzen..? Essen…? Oder was..?

Van Hasselts neue MC beim Bremer Label „Latenz“ feiert diesbezüglich besonders ein Element: So Pausen. Die kommen am Anfang des Ton-Trägers immer zu früh (zum Tanzen) oder zu früh (als Hintergrund beim Essen) – wie Aussetzer. Die 80er PulsElektrik lädt natürlich gemütlich (weil regelmäßig rhythmisiert) zur Bewegung ein. Aber dann kommt wieder was rein, was ich beim Bewegen gar nicht mitkriegen kann. Also jetzt mal stillgestellt und zugehört. Und…dann ist es schon wieder vorbei und ein klein´ Feld aus verhalltem Kleingepiepste bleibt übrig…also mal hingelegt?

Weiter auf der Seite A:

Aha, Dschungel mit Hund, es raspelt und (w)er redet was, also jetzt mal ne Situation, eine Szene? Ah, der Resthund ist noch da und es klöppelt was Hölzernes rein, jetzt scheints ja mal ne ganze Weile zu dauern, richtig ein STÜCK also hoch vom Sofa… Ah, wieder vorbei, Rauschen mit Impulsgenerator. Schneller wird’s, auch wieder langsamer, und wieder schneller, und die Zugpfeiffe drüber…

Seite B jetzt:

Rauschen und gehaltene Akkorde. Nach einer Minute glaube ich schon an ein Konzept für die B-Seite. Ja, weiter geht’s, nach gut zwei Minuten mehr verzerrtes Grizzeln, und wieder ein Akkord, gut, dass was entschieden, was durchgeführt!… bisher keine Pausen, also wieder zurücklehnen, das bleibt jetzt hoffentlich so… ja, weiter, weiter, halt durch!… Knappe Minute später AkkordSchweller, geht als Reminiszenz an den Anfang durch… Kontra gesetzt mit so’n Feedback-Flutsch…wieder weg, keine Symmetrie = nicht nochmal, dankeschön (!), jetzt pulst es. 

Kurz vor 9 Minuten dann echt was anderes – über Arpeggien, gehaltene Töne und Orgelbrüche, hier und da ein Phaser aus: „die Roboter kommen“…verstimmter ElektroDudelsack mit PlastikProthese… Jaja, da gibt’s sicher einen technischen InstrumentenBegriff für. Verebbender Akkord…Pause…Elektromotor fährt hoch…ups da ist der Arpeggiator wieder, krass über die Pause hinweg verklammert das…da kommt er wieder, der Kinder-Frager: Was ist denn nun diese Pause gewesen? Wollen wir das so genau wissen?….ja, wollen wir…. verebben. Wohl aus?….

Wollten wir das so genau wissen?…..

Und, was werden wir damit tun?

Christoph Ogiermann

Preis für den besten Bremer Kurzfilm auf dem Filmfest Bremen 2026

Manche Dinge sollten ansteckend sein hat einen Mops und ist jetzt online verfügbar. HIER

20 Jahre Doombruder

°^SISSI/Die Chinesische Wäscherei^° präsentieren: 

DOOMBRUDER (Bremen, ex. Members of The Duders, 20 Jahre Jubiläum) / 

Lésions Graves (Bremen) / 

Patina (Bremen)

22.11.2025 / 20:00

Doombruder werden dieses Jahr 20 Jahre alt, kommen damit in die spätpubertäre Trotzphase und fanden insofern alle Ideen einer Jubiläumsveröffentlichung scheiße. LP-Konzeptalbum? Zu kreativ. 20er CD-Compilation? Total out, niemand hat mehr CD-Player. Kassetten-Box? Hipsterquatsch. USB-Stick? Dann kann man sich das Zeug auch runterladen. Also haben wir bockig unseren alten Bandcamp-Account reaktiviert und laden da jetzt so nach und nach alten Kram hoch, den Anfang machen die ersten drei Impro-CDs aus dem Jahre 2005 mit denen alles angefangen hat. Enjoy.

Zu DOOMBRUDERS Ehren spielen neben ihnen selbst die relativ neue Formation Patina, die schräge Surfanklänge mit Elektrik und Elektronik verbindet. Ebenso von der Partie sind Lésions Graves, die zu Bremens Speerspitze des Minimal-Hüddelihüddel-Metals zählen.

Stevedore bei Flickertunes

Lesung mit düsterer Lyrik und seltsamer Prosa

Was der ganze Scheiß soll…

auf dem Filmfest Bremen 2025.